Medizinische Expertise aus Klinik, Wissenschaft und Begutachtung
Komplexe medizinische Fragen brauchen mehr als Fachwissen: Sie brauchen klinische Erfahrung, methodische Sorgfalt und die Fähigkeit, Entscheidendes von Nebensächlichem zu trennen.
Prof. Dr. med. Roland Biber verbindet langjährige unfallchirurgisch-orthopädische Praxis mit wissenschaftlicher Tätigkeit, gutachterlicher Erfahrung und medizinischem Qualitätsmanagement. Diese Verbindung bildet die fachliche Grundlage der Biber Consulting GmbH.
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Prof. Dr. med. Roland Biber
Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädie und Unfallchirurgie
Chefarzt und Ärztlicher Direktor
Außerplanmäßiger Professor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität
Prof. Dr. med. Roland Biber ist seit mehr als 25 Jahren klinisch tätig. Er leitet die Klinik für Unfallchirurgie der Kliniken Dr. Erler in Nürnberg und ist zugleich Ärztlicher Direktor des Hauses. Zuvor war er am Klinikum Nürnberg unter anderem als Oberarzt und Bereichsleiter tätig, baute dort alterstraumatologische Versorgungsstrukturen mit auf und leitete die Gutachtenstelle.
Neben der klinischen Medizin verfügt er über Abschlüsse als Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt. Dadurch kann er medizinische Sachverhalte nicht nur aus diagnostischer und therapeutischer Sicht, sondern auch unter den Gesichtspunkten von Organisation, Qualität, Risiko und Ressourceneinsatz einordnen.
Seit vielen Jahren erstellt und verantwortet er Gutachten für Gerichte, Versicherungen und andere Auftraggeber. Nach öffentlich dokumentierten Angaben wurden viele Hundert Begutachtungen selbst durchgeführt oder fachlich beaufsichtigt. Schwerpunkte liegen in unfallchirurgisch-orthopädischen Fragestellungen, der Sozialmedizin und der Beurteilung möglicher Behandlungsfehler.
Die klinische Tätigkeit an den Kliniken Dr. Erler und die Leistungen der Biber Consulting GmbH sind organisatorisch voneinander getrennt.
Expertise im Überblick
- Klinische Verantwortung: Chefarzt der Unfallchirurgie und Ärztlicher Direktor mit langjähriger Erfahrung in Akutversorgung, operativer Behandlung und klinischer Führung.
- Gutachterliche Erfahrung: Viele Hundert selbst erstellte oder beaufsichtigte Begutachtungen für Gerichte, Schlichtungsstellen, Sozialversicherungsträger, gesetzliche und private Unfallversicherungen sowie Haftpflichtversicherer.
- Wissenschaft und Lehre: Habilitation, außerplanmäßige Professur und zahlreiche Veröffentlichungen in unfallchirurgischen, orthopädischen, geriatrischen und notfallmedizinischen Fachzeitschriften.
- Qualität und Management: Ärztliches Qualitätsmanagement, Auditoren- und Fachexpertentätigkeit, Zertifizierungserfahrung, Risiko- und Hygienekompetenz sowie wirtschaftswissenschaftliche Doppelqualifikation.
Fachliche Schwerpunkte
Unfallchirurgie und Orthopädie
Die klinische Kernkompetenz umfasst Verletzungen und Verletzungsfolgen des Bewegungsapparats. Dazu gehören insbesondere Knochenbrüche, Band- und Sehnenverletzungen, Gelenkverletzungen, Frakturheilungsstörungen, Pseudarthrosen, Fehlstellungen, unfallbedingte Endoprothetik sowie komplexe Verletzungsmuster. Die Bewertung berücksichtigt Befunde, Bildgebung, Behandlungsverlauf, funktionelle Auswirkungen und Prognose.
Alterstraumatologie und geriatrische Unfallchirurgie
Verletzungen älterer Menschen erfordern eine Gesamtbetrachtung, die über das einzelne Röntgenbild hinausgeht. Prof. Biber war am Aufbau und an der Zertifizierung eines interdisziplinären Alterstraumazentrums beteiligt und hat zu Fragilitätsfrakturen, geriatrischen Versorgungsmodellen und funktionellen Folgen im höheren Lebensalter publiziert. Diese Erfahrung ist besonders relevant, wenn Mobilität, Selbstständigkeit, Pflegebedarf und Begleiterkrankungen in die Bewertung einbezogen werden müssen.
Sachverständigengutachten und Arzthaftung
Gutachterliche Fragestellungen betreffen häufig die medizinische Plausibilität eines behaupteten Unfallmechanismus, die Kausalität zwischen Ereignis und Gesundheitsschaden, die Angemessenheit diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen sowie die Abgrenzung von Vorschäden, Unfallfolgen und schicksalhaften Verläufen. In Arzthaftungsfällen werden Behandlungsunterlagen am zum maßgeblichen Zeitpunkt geltenden fachlichen Standard gespiegelt. Medizinische Bewertung und rechtliche Würdigung bleiben dabei klar getrennt.
Sozialmedizin und funktionelles Leistungsvermögen
Sozialmedizinische Bewertungen übersetzen Diagnosen in nachvollziehbare Aussagen zu Funktion, Belastbarkeit, Aktivität und Teilhabe. Im Mittelpunkt steht nicht allein, welche Erkrankung bezeichnet werden kann, sondern welche konkreten Einschränkungen objektivierbar sind, wie sie sich auf Alltag und Erwerbsleben auswirken und welche Entwicklung medizinisch zu erwarten ist.
Qualitätsmanagement, Audit und klinische Organisation
Aus leitender klinischer Tätigkeit, Zertifizierungsprojekten und Auditorenerfahrung besteht ein ausgeprägtes Verständnis für medizinische Prozesse und Organisationsrisiken. Dazu gehören Schnittstellen zwischen Notaufnahme, Diagnostik, Operation, Station und Nachbehandlung ebenso wie Dokumentation, Hygiene, Patientensicherheit, Zertifizierungsanforderungen und die praktische Umsetzbarkeit von Verbesserungsmaßnahmen.
Ausgewählte Qualifikationen
Fachärztliche und klinische Qualifikationen
- Facharzt für Chirurgie
- Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
- Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie
- Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie
- EBSQ Traumatology – europäische Facharztqualifikation
- Zusatzbezeichnungen Sozialmedizin, Sportmedizin und Klinische Akut- und Notfallmedizin
- Zusatzqualifikationen unter anderem in Geriatrie, Physikalischer Therapie und Balneologie sowie Röntgendiagnostik des Skeletts
Qualität, Audit und Sicherheit
- Ärztliches Qualitätsmanagement
- Fachexperte für die Zertifizierung von Endoprothetikzentren
- Fachexperte für die Zertifizierung von Alterstraumazentren
- Curriculare Qualifikation Krankenhaushygiene und Qualifikation zum hygienebeauftragten Arzt
- Risk-Manager sowie Qualifikationen als Transfusionsbeauftragter und ABS-beauftragter Arzt
Akademische und wirtschaftliche Qualifikationen
- Promotion zum Doktor der Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- Habilitation und Venia docendi an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität
- Außerplanmäßiger Professor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität
- Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt, FernUniversität in Hagen
- Zertifikat Hochschullehre Bayern
Beruflicher Hintergrund
Seit 2023: Ärztlicher Direktor, Kliniken Dr. Erler
Übergreifende ärztliche Verantwortung für medizinische Qualität, Zusammenarbeit der Fachbereiche und klinische Organisationsfragen.
Seit 2018: Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Kliniken Dr. Erler
Leitung einer unfallchirurgischen Klinik mit breitem Spektrum einschließlich Knochen-, Gelenk-, Band- und Sehnenverletzungen, Sporttraumatologie, Alterstraumatologie, Arbeitsunfällen, Verletzungsfolgen und Begutachtungen.
2008 bis 2018: Oberarzt und Bereichsleitung, Klinikum Nürnberg
Tätigkeit an der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Zu den Aufgaben gehörten unter anderem die Leitung der Gutachtenstelle, der Aufbau und die Zertifizierung des interdisziplinären Alterstraumazentrums „N-Aktiv“ sowie Leitungs- und Zertifizierungsaufgaben in einem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung.
2000 bis 2008: Chirurgische und unfallchirurgische Weiterbildung
Weiterbildung am Klinikum Nürnberg in Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie.
Wissenschaftliche Arbeit
Wissenschaftliche Tätigkeit ist für Prof. Biber kein von der Praxis getrennter Bereich. Seine Veröffentlichungen beschäftigen sich mit konkreten klinischen Entscheidungsproblemen, Behandlungsergebnissen und Versorgungsstrukturen – unter anderem in der Frakturversorgung, Alterstraumatologie, Endoprothetik, Notfallmedizin und Versorgung mehrfach verletzter Menschen.
Ausgewählte Publikationen
- Biber R, Kopschina C, Willauschus M et al. CT scan and conventional x-ray in multiple injured patient care: diagnostic strategies and outcomes analysed from the TraumaRegister DGU®. European Journal of Trauma and Emergency Surgery. 2023;49:1927–1932. PubMed
- Biber R, Bail HJ, Geßlein M. Humerusschaftfraktur. Der Unfallchirurg. 2018;121:747–758. PubMed
- Biber R, Pauser J, Brem M, Bail HJ. Bioabsorbable metal screws in traumatology: A promising innovation. Trauma Case Reports. 2017;8:11–15. PubMed
- Biber R, Singler K, Curschmann-Horter M et al. Implementation of a co-managed Geriatric Fracture Center reduces hospital stay and time-to-operation in elderly femoral neck fracture patients. Archives of Orthopaedic and Trauma Surgery. 2013;133:1527–1531. PubMed
- Biber R, Brem M, Singler K et al. Dorsal versus transgluteal approach for hip hemiarthroplasty: an analysis of early complications in seven hundred and four consecutive cases. International Orthopaedics. 2012;36:2219–2223. PubMed
Weitere Publikationen in PubMed ansehen
Auszeichnungen und Anerkennungen
- Paracelsus Wissenschaftspreis in Gold, 2014
- Preis der Dr. Hans und Dr. Elisabeth Birkner Stiftung für eine Forschungsarbeit zur proximalen Femurnagelung in der Alterstraumatologie, 2012
- Aufnahme in die FOCUS-Liste „TOP-Mediziner Unfallchirurgie“, 2024
Was die Arbeitsweise auszeichnet
Die Fragestellung bestimmt die Prüfung
Ausgangspunkt ist nicht die Menge der Akten, sondern die konkret zu beantwortende Frage. Das schafft Fokus, verhindert Nebenbefunde ohne Entscheidungswert und macht den erforderlichen Prüfungsumfang transparent.
Befund, Interpretation und Schlussfolgerung bleiben unterscheidbar
Dokumentierte Tatsachen, medizinische Bewertung und daraus gezogene Schlussfolgerungen werden sprachlich und methodisch getrennt. Widersprüche, fehlende Unterlagen und verbleibende Unsicherheiten werden benannt.
Klinische Praxis und wissenschaftliche Evidenz werden verbunden
Leitlinien und Fachliteratur werden nicht schematisch zitiert, sondern auf die konkrete Situation bezogen. Entscheidend ist, welcher fachliche Maßstab zum damaligen Zeitpunkt galt und welche Aussage sich mit der vorhandenen Befundlage tatsächlich tragen lässt.
Unabhängigkeit ist Teil der Methode
Das Ergebnis folgt nicht dem Interesse des Auftraggebers, sondern der medizinischen Befundlage. Ein belastbares Gutachten muss auch dann Bestand haben, wenn es kritisch geprüft oder in einer mündlichen Verhandlung hinterfragt wird.
Grenzen werden früh benannt
Liegt eine Frage außerhalb des eigenen Fachgebiets oder fehlen entscheidende Unterlagen, wird dies vor oder während der Bearbeitung offen angesprochen. Die Hinzuziehung weiterer Fachkompetenz erfolgt nur nach Abstimmung mit dem Auftraggeber.
Passt Ihre Fragestellung zu dieser Expertise?
Schildern Sie zunächst knapp den Gegenstand, den Auftraggeber, das Fachgebiet und den gewünschten Zeitrahmen. Wir prüfen Zuständigkeit, mögliche Interessenkonflikte und die grundsätzliche Übernahmefähigkeit, bevor vertrauliche Fallunterlagen übermittelt werden.